Wen erreiche ich nicht?

Bei allen partizipativen Projekten sind das Finden von passsenden Teilnehmenden mitunter eine Herausforderung. Ängste, man wäre nicht die richtige Person, man könnte etwas falsches sagen oder man hätte nicht die richtige Sprache oder Phantasie sind dabei die häufigsten Antworten auf eine Einladung. Der Faktor Zeit spielt weniger eine Rolle, da die Workshops so konzipiert sind, dass respektiv mit dieser Ressource umgegangen wird.
Um diese Situation zu umgehen, und um die zu erreichen, die ich erreichen möchte, habe ich ein Outreach Projekt gestartet, bei dem ich mit einem mobilen Studio, ein Bauchladen, mich auf die Suche nach Gesprächspartner:innen mache. Ich trete im öffentlichen Raum mit möglichen Teilnehmernden in Kontakt. Berührungsängste müssen so von mir durchbrochen werden.

OUtreach inAction 2
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Foto: Erster Versuch mit Teilnehmenden im öffentlichen Raum in Kontakt zu treten, April 2026.

Erste Erfahrungen sammelte ich im Park um die Ecke, in meinem Grätzel, bei dem ich mich auskenne und auch die Personen einschätzen kann, die heir spazieren gehen. Zielgruppe waren Frauen im Alter 50+, die mit mir "PING the Future" in einer eigens dafür abgewandelten Version spielen wollten.
Mit drei Frauen konnte ich mich unterhalten, zwei davon schenkten mir eine knappe halbte Stunde Zeit. Wir sprachen über KI im Schulwesen, Verantwortlichkeiten von Politiker:innen, Pflegesituationen und das Auswandern auf andere Planeten.

Einen weiteren Versuch startete ich in einem Kaffeehaus in Hamburg. Bei einem Frühstück holte ich meine Karten hervor und verwickelte so meine Teilnehmerinnen in eine Diskussion über Organe aus dem 3D-Drucker und Begegnungen mit Avataren in einem Wartezimmer. Fragen der Selbstverantwortung, Blendung, Uto- und Dystopien warne die Folge.


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Foto: Während einer Zukunfts-Session, April 2026.

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Foto: Das mobile Outreach-Studio, der Bauchladen, April 2026.

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Foto: Der Bau des Bauchladens, April 2026.